Final Cut Pro 6 - Medienverwaltung – eine Definition

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Medienverwaltung – eine Definition

(S. 13)

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Gründe für die Verwendung der Medienverwaltung

(S. 14)

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Wissenswertes über die Verwaltung Ihrer Medien

(S. 15)

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Schritte für die Medienverwaltung in Final Cut Pro

(S. 15)

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Strategien für die Medienverwaltung

(S. 17)

Medienverwaltung – eine Definition

Der Begriff „Medienverwaltung“ bezeichnet mehrere zusammenhängende Aufgaben
bei der Postproduktion. Im Allgemeinen ist jede zur Verarbeitung Ihrer Medien gehö-
rende Aufgabe ein Teil der Medienverwaltung, etwa das Aufnehmen, Komprimieren,
Kopieren, Bewegen oder Löschen von Mediendateien. Die Medienverwaltung bezieht
sich jedoch auch auf das Protokollieren Ihrer Mediendateien mithilfe von Clipeigen-
schaften wie Log-Notizen, Kommentaren, Szenennummern, Einstellungsnummern usw.

Die Flexibilität und Leistung der Medienverwaltung von Final Cut Pro beruht auf einer
einfachen Tatsache: Die Clips und dazugehörigen Mediendateien werden unabhängig
voneinander verarbeitet. Daher wäre in Final Cut Pro die Bezeichnung Clip- und Medien-
verwaltung

eigentlich die korrektere Wahl. Warum bewirkt eine Trennung von Clips und

Mediendateien eine solche Leistungssteigerung? Hier einige Beispiele:

 Erneutes Verbinden von Clips mit neuen Mediendateien: Sie können jederzeit neue

Mediendateien für Ihr Projekt erstellen und die Clips in Ihrem Projekt mit den
neuen Mediendateien verbinden.

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Teil I

Medien- und Projektmanagement

 Direkter Zugriff auf Ihre Mediendateien: Sie können jederzeit direkt auf Ihre QuickTime-

Mediendateien im Finder zugreifen. Zudem können Sie Clips ganz einfach erstellen,
indem Sie Mediendateien über das Fenster „Browser“ direkt in Ihr Projekt bewegen. Sie
haben sogar die Möglichkeit, Material durch Bewegen von Mediendateien aus dem
Finder direkt in das Fenster „Timeline“ oder das Fenster „Canvas“ zu bearbeiten.

 Loggen von Clipinformationen ohne Medien: Sie können Clipeigenschaften wie Log-

Notizen, Kommentare, Etiketten und sogar In- und Out-Punkte ohne die dazugehöri-
gen Mediendateien ändern. Sie können Ihre Clips und Sequenzen also auch dann ver-
walten, wenn die Mediendateien Ihrem aktuellen Videoschnittsystem nicht vorliegen.

 Weitergeben von Projekten ohne Mediendateien: Eine Final Cut Pro-Projektdatei ent-

hält Clips und Sequenzen, jedoch keine Mediendateien. Da Projektdateien sehr klein
sind, können Sie sie per E-Mail versenden oder über das Internet freigeben. Alle
Benutzer mit den entsprechenden Mediendateien können die Projektdatei öffnen
und die Clips erneut mit den lokalen Mediendateien verbinden.

Die Erstellung eines Films ist ein sehr komplexes logistisches Unterfangen. Letztendlich
hängt die Qualität des fertigen Produkts jedoch auch von Einzelheiten ab. Welche Rolle
spielt es, wie gut die schauspielerische Leistung der Hauptdarstellerin in der dritten Ein-
stellung von Szene zwei war, wenn Sie diese Einstellung unter tausend anderen Shots
nicht mehr finden können? Und was nützt eine tagelange, bildweise Feinabstimmung,
wenn die endgültige Fassung der Sequenz aufgrund von Ihnen ausgegebenen falschen
Schnittanweisungen vom Negativ-Cutter nicht richtig erstellt wird?

Final Cut Pro bietet unglaublich vielseitige Optionen für die Medienverwaltung, mit
denen Sie Ihren Workflow an die Anforderungen Ihres Projekts anpassen können.